Anlagensysteme

Photovoltaikanlagen können ja nach ihrer Anbindung an ein öffentliches Stromnetz unterteilt werden. Fachleute unterscheiden hierbei Inselanlagen, Hybridanlagen und netzgekoppelte Anlagen. Der folgende Abschnitt gibt eine kleine Übersicht über das jeweilige System.

Inselanlage

Ist eine Photovoltaikanlage ein Inselsystem, hat sie keine Verbindung zu einem Stromnetz. Der gewonnene Strom wird meist in Solarbatterien mit Bleiakkumulatoren gepuffert. Viele Parkscheinautomaten sind heute Solar-Inselsysteme. Man findet sie auch in Wohnmobilen oder Solar-Taschenrechnern. Ein Laderegler schützt den Akku vor Überladung, eine Lastabwurfschaltung verhindert eine Tiefentladung. Ein Wechselrichter wandelt die Akkuspannung in Wechselstrom um. Der Wechselrichter kann in diesem Fall nicht mit dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt werden. Zur Netzeinspeisung benötigt man netzgeführte Wechselrichter.

Hybridanlage

Ein Hybridsystem ist auch eine Inselanlage. Hier sind jedoch mehrere Generatoren zur elektrischen Versorgung vorhanden. In der Praxis wird eine Photovoltaikanlage häufig mit einem Dieselgenerator, der oft auch Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen verbrennt, und Akkumulatoren kombiniert. Statt Dieselgeneratoren sind auch Windkraftanlagen oder Biogas-Anlagen zur Kopplung mit PV-Anlagen denkbar. Inselanlagen müssen gegen Überlastung und Spannungsüberhöhung abgesichert werden. Sie garantieren keine Versorgungssicherheit für alle. Stattdessen werden Verbraucher je nach den jeweiligen Prioritäten zugeschaltet.

Netzgekoppelte Anlage

Netzgekoppelte Anlagen sind an ein großes Stromnetz angeschlossen und speisen ihre Energie dort ein. Man spricht hier auch von Netzparallelbetrieb oder dezentraler Stromerzeugung. Will man Solarenergie in das Stromnetz einspeisen, muss diese nicht nur in Wechselstrom gewandelt sondern auch synchronisiert werden. Dazu benötigt man einen netzgeführten Wechselrichter. Vom Wechselrichter aus gibt es aus Sicherheitsgründen je einen Schalter in Richtung Stromnetz und PV-Anlage. Die Wechselstromseite führt meist über einen Energiezähler ins Stromnetz, über den auch die Vergütung mit dem Energieversorger geregelt ist.







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