Solarheizung
Von einer Solarheizung spricht man immer dann, wenn für die Heizung eines Raums oder eines Hauses
Solarenergie genutzt wird. Die Wärmeenergie der Sonnenstrahlen werden zur Erwärmung der Raumluft genutzt. Bei Solarheizungen unterscheidet man zwischen der aktiven und der passiven Variante. In privaten Haushalten nutzt man Solarheizungen in der Regel zur Unterstützung konventioneller Heizungen. Auf diese Weise können Heizkosten im Frühjahr oder Herbst bis auf 50% gesenkt werden. Ein alleiniger Einsatz einer
Solaranlage zu Heizungszwecken ist jedoch sowohl technisch als auch finanziell zu aufwändig und lohnt sich in der Regel für Privathäuser nicht.
Aktive Solarheizung
Nutzt man die aktive
Solarheizung, wird auf dem Dach des Hauses ein Kollektor installiert. Er erwärmt das Brauchwasser und unterstützt die Heizung. Je nach Größe des Wasserspeichers ist es möglich, Wärme für kältere Tage oder den Winter zu speichern. Wird die Solarenergie nicht unmittelbar benötigt, muss sie sogar zwischengespeichert werden. Aktive Solarheizungen sind thermische Solaranlagen. Insofern ist ihr Kernstück der Kollektor. Die gesammelte Wärme wird in den Speicher weitergeleitet, sofern sie nicht sofort verbraucht wird. Der Solarspeicher ist in diesem Fall ein an die Wasserleitung angeschlossener Kessel. Darin befinden sich zwei Wärmetauscher. Einer der Wärmetauscher wird solar erhitzt, der andere ist an den konventionellen Heizkessel angeschlossen. Soll die Anlage zur Heizungsunterstützung dienen, wird ein spezieller Speicher benötigt, der Brauch- und Heizungswasser trennt. Der Kreislauf zwischen Kollektor und Speicher und Speicher und Heizkörper wird von einer Steuerungsanlage aus geregelt.
Passive Solarheizung
Spricht man von der passiven Solarheizung, ist kein Heizungssystem im eigentlichen Sinne gemeint. Vielmehr versteht man unter passiver Solarheizung die konsequente Ausrichtung des ganzen Hauses nach Süden. Räume mit großen Fensterflächen oder Wintergärten fungieren wie ein Kollektor. Sie sammeln direkt die Wärme der Sonne und erwärmen so die Raumluft. Bei Bedarf spezialverglaste Fenster bewirken, dass die Sonnenenergie gut ins Haus gelangt, aber schlecht wieder abgegeben werden kann.
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